Pressebericht
|
515 K |
Eine kleine Zeitreise
Dies ist das erste Bild von mir mit einem Allgaier A 22. Ich bin der in der Mitte. Bis 1957 war mein Vater Unterhändler der Firma Vollert in Rendsburg. Wir hatten als Werkstattschlepper für alle möglichen Zugarbeiten einen AP 17. Auf diesem Schlepper lernte ich das fahren.
1957 zogen wir aus wirtschaftlichen Gründen, mein Vater sollte eine Filliale der Gebietsvertretung Schöllhorn und Geißler in Landau übernehmen, in die Pfalz. Zu dieser Zeit begann das große Sterben der Landmaschinenhändler, die noch in dem Glauben waren, sie könnten hunderte von Traktoren jährlich verkaufen.
Bis 1963 wechselte mein Vater vier mal (pleitebedingt) die Firma und machte sich dann Selbstständig. Es wurden weiterhin Allgaier und Porsche Traktoren repariert und das Hauptstandbein war der Bau von Beregnungsaggregaten für den Gemüßsebau. Ich habe in der Zeit begonnen meinem Vater zur Hand zu gehen und wir haben zig Allgaier A 22/ A 24 mit Beregnungspumpen ausgerüstet (siehe Bild unten). Für die Porsche-Diesel Traktoren haben wir Zapfwellenpumpen mit Keilriemenvorgelege für die vordere und hintere Zapfwelle gebaut.
Das Bild dürfte von 1968 sein. Am P 111 war eine Schaltgabel gebrochen. Dieser P 111 war bis April 2004 noch bei seinem Besitzer im Einsatz, seit dem ist er bei mir. Das Austauschen der Schaltgabel war die einzige Reparatur an diesem Schlepper. 1986 habe ich den bis dahin von mir nebenberuflich weitergeführten Betrieb abgemeldet. Durch die zentrale Beregnung der Vorderpfalz, werden keine Einzelberegnungsanlagen mehr benötigt.
Seit 1995 bin ich wieder aktiv in der Oldtimerschlepperszene dabei. gestartet bin ich natürlich mit zwei AP 17. Bis heute habe ich 14 Allgaier-/ Porscheschlepper restauriert und damit ich nicht als grün-rot-sichtig gelte, habe ich mir zum Hobby noch einen blauen Dutra D4K B zugelegt.
Nach längerer Suche, habe ich endlich in einem Nachbardorf eine größere Scheune gefunden die geeignet ist, meinen ganzen Krempel an einer Stelle unterzubringen. Das heißt ich habe einen Platz zum zerlegen und montieren der Traktoren, sowie zum lagern der benötigten Ersatzteile. Das lästige fahren von Werkstatt zu Lagerplatz u.s.w. hat damit ein Ende und ich spare sehr viel Zeit. Ab September 2004 wird alles voll Betriebsbereit sein und in unserer Halle stehen dann nur noch die restaurierten Traktoren.
Stand: August 2004








